Heizölpreise-Trend: Auf und Ab bei den Rohöl- und Heizölpreisen geht weiter (06.11.2018)

Brentölpreis pendelt um die Marke von 73 USD/Barrel - Euro überspringt wieder die Marke von 1,14 - Heizölpreise seitwärts

Heizölpreise: Die bundesdurchschnittlichen Heizölpreise für Heizöl der Sorte Standardqualität bezogen auf eine Abnahmemenge von 3.000 Litern (entspricht einem Energieinhalt von 30.240 kWh) schlossen am Montag gegenüber dem Schlussstand vom Freitag um 2,4 % stärker - konkret stand der Heizölpreis bei 96,63 Euro/100 L. Damit setzte der Heizölpreis seinen Preisverfall der letzten Tage nicht fort, sondern Übersprang zum Wochenstart die Heizölpreismarke von 96 Euro/100 L.Es existieren jedoch weiter große Unterschiede bei den regionalen Heizölpreisen, da neben den unten dargestellten Einflussfaktoren (Rohölpreis und Wechselkursverhältnis Euro zu US-Dollar) zusätzlich noch die Schiffsfrachten an der Rhein-Main-Schiene einen erheblichen Einfluss auf die aktuellen Heizölpreise in den betroffenen Regionen haben. So sind die Frachtkosten, bedingt durch den weiter anhaltenden niedrigen Wasserstand, in den letzten Monaten um 400 % gestiegen. Durch den stark eingeschränkten Schiffsverkehr gibt es auch dadurch in ausgewählten Regionen weiter Probleme bei der Bereitstellung von Mineralölprodukten.

Gegenüber dem Heizölpreisstand vom 1.01.2018 sind die Heizölpreise aktuell um 49,5 % gestiegen.

Heizölpreise-Tendenz: Unter Berücksichtigung der Börsenentwicklungen vom Montag und dem aktuellen Stand der Börsen am Dienstagvormittag gehen wir heute für die Heizölpreise von folgender Tendenz aus: seitwärts!

Bereich Schlusskurs
02.11.2018
Schlusskurs
05.11.2018
Veränderung
zum Vortag
Tendenz
06.11.2018
Heizölpreis (€/100L)
3.000LStandardqual.

94,37

96,63

+ 2,4 %


Rohölsorte Brent
(US-Dollar/Barrel)
72,83 73,17 + 0,5 %
Wechselkurs
(Euro/US-Dollar)
1,1388 1,1411 + 0,2 %

 
Als Hauptursachen für die Entwicklung der Heizölpreise können folgende preisbestimmenden Faktoren für den gestrigen und heutigen Tag herangezogen werden:

1. Ölpreise: Der Ölpreis für die Sorte Brent für eine Auslieferung im Monat Januar 2019 schloss am Montagabend mit einem Plus von 0,5 % bei 73,17 USD/Barrel - damit übersprang der Rohölpreis wieder die Marke von 73 USD/Barrel. Hauptursache für den Ölpreisrückgang war das in Kraft treten der US-Wirtschaftssanktionen gegenüber dem Iran, die schwerpunktmäßig die iranische Ölindustrie treffen sollen - dieses Szenario stützte die Ölpreise am Montagnachmittag.

Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis der Sorte Brent um rund 9,4 % gestiegen.

Ölpreis-Tendenz: Zum Start in den Dienstag verliert der Brentölpreis 0,6 5- aktuell steht er bei 72,74 USD/Barrel. Viele Ausnahmen beim Ölembargo gegenüber dem Iran und die Wahrscheinlichkeit, dass Russland und Saudi-Arabien den Ölförderausfall vom Iran ausgleichen können, lässt heute die Ölpreise wieder fallen. Prinzipiell dürften die Ölförderreduzierung im Iran zu keinen Versorgungsproblemen führen.

2. Eurokurs: Der Kurs des Euro schloss am Montag mit einem leichten Plus von 0,2 % bei 1,1411 - damit pendelt der Euro weiter um die Marke von 1,14. Positive Konjunkturdaten aus dem US-Dienstleistungsbereich hatten keinen Einfluss auf die Entwicklung des US-Dollars.

Seit Jahresbeginn hat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar um 5,0 % reduziert.

Eurokurs-Tendenz: Zum Start in den Dienstag erholt sich der Euro weiter - aktuell steht er bei 1,1420, damit bleibt der Euro vorerst über der Marke von 1,14.

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